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Immissions-Wirkungsuntersuchungen mit Bioindikatoren sind ein wesentlicher Teil des praktischen Umweltschutzes und der aktuellen Luftreinhaltestrategie.
Bioindikatoren werden hierbei als Organismen gesehen, die auf Schadstoffeinwirkungen mit sichtbaren Schädigungen (Reaktionsindikatoren) oder chemisch analysierbare Anreicherungen (Akkumulationsindikatoren) reagieren. Sie reagieren also direkt auf Umweltbelastungen und spiegeln die Stärke dieser Belastung wider - einschließlich eventuell auftretender Kombinations- und Wechselwirkungen. Im Rahmen von ökotoxikologischen Untersuchungen fungieren sie als Bindeglied zwischen den bei Immissionsmessungen ermittelten Schadstoffenkonzentrationen in der Luft und den Wirkorten Menschen, Tiere und Pflanzen.
Was spricht für den Einsatz von Bioindikationsverfahren?
... vor allem folgende Eigenschaften der Bioindikatoren:
Bioindikatoren
- zeigen eine Wirkung prinzipielle an,
- integrieren Wirkungen,
- fassen alle äußeren, wirkungsrelevanten Einflüsse an einem Standort zusammen,
- machen sowohl akute (kurzfristige) als auch chronische (langfristige) Umweltbelastungen erkennbar,
- machen auf pflanzenschädliche Komponenten im Ökosystem aufmerksam,
- gestatten eine Beurteilung der Gesamtbelastung,
- erlauben verläßliche Prognosen für die Gefährdung anderer Ökosystembestandteile,
- liefern zweckdienliche Daten zur Wirkungsbegrenzung (dem eigentlichen Ziel der Luftreinhaltung),
- sind im Vergleich zu Immissionsmessungen kostengünstiger,
- und ermöglichen dadurch die Möglichkeit einer relativ effektiven Langzeitbetrachtung von Immissionswirkungen
- (Umweltbeobachtung)
Was für einen Nutzen haben Sie nun durch den Einsatz von Bioindikationsverfahren?
Durch den Einsatz von Bioindikatoren
- erhalten Sie unmittelbare Aussagen über die Wirkungen von Schadstoffen im Sinne der praktischen Luftreinhaltung (Bundes-Immissionsschutz-Gesetz, BImSchG),
- erhalten Sie wirkungsbezogene Aussagen für die Prüfung der Umweltverträglichkeit von Vorhaben und Anlagen (UVP-Gesetz)
- z.B. zum Vergleich der Belastungssituation vor und nach Inbetriebnahme einer Anlage im Sinne einer Beweissicherung und im Hinblick auf Fragen der Umwelthaftung,
- weisen Sie die Nachhaltigkeit Ihrer Umweltschutzmaßnahmen nach,
- sichern Sie Ihren Standort für weitere Planungen,
- überprüfen Sie die Anreicherung von Schadstoffen in Nahrungs- und Futterpflanzen bei behördlich angeordnete Anbaubeschränkungen,
- die Ergebnisse können - auch für Laien - sehr anschaulich, aufschlussreich und nachvollziehbar dokumentiert werden,
- lassen sich Verbesserungen in der Umweltbelastung nachweisen und - auch in der Öffentlichkeit - überzeugend darstellen.
